ProjekteHotel GHotel | Würzburg

Nach sechsjährigem Stillstand der Baustelle wird der Hochhausrohbau in Würzburg (Ursprungs-
entwurf: Architekturbüro Planwerk Stefan Buttler) wieder zum Leben erweckt. Das 18-geschossige, linsenförmige Gebäude prägt als Landmarke das Bild der Stadt und wird nun seiner ursprünglich geplanten Nutzung zugeführt. Ein 3-Sterne Hotel der Marke GHOTEL mit 204 Zimmern und Suiten, Konferenzräumlichkeiten, einem Restaurant und einer separaten Fitnessnutzung wurde im November 2012 eröffnet.

Presseartikel

Fensterputz in 58 Metern Höhe

Mainpost - 20.09.2012 von Holger Welsch

Frank Menna schwingt hoch über der Stadt Schwamm und Wischer: Würzburgs größte Glasfassade wird zum ersten Mal gereinigt.

Eine Einladung zum Fensterputzenklingt nicht gerade verlockend. DieRedaktion hat sie dennoch angenommen.Schließlich ging es umdie wohl am meisten beachteten Fenster inganz Würzburg: Die seit über sieben JahrenWetter- und Umwelteinflüssen ausgesetzteGlasfassade am Hotelturm in der SchweinfurterStraße wird derzeit erstmals gereinigt.„Das ist eine Herausforderung“, sagt FrankMenna am Treffpunkt – die Dachterrasse des58 Meter hohen Turms, der einen jahrelangenBaustillstand hinter sich hat. Der WürzburgerGebäudereiniger hatmit seiner gleichnamigenFirma den Auftrag, die über 5000Quadratmeter große Glas- und Aluminiumfassadedes neuen „Ghotel hotel & living“-Hauses zu reinigen. Eine Herausforderung,weil über Jahre vor allem der Staub vom nahenAuto- und Bahnverkehr den Scheibenund den Aluminiumrahmen gut zugesetzthaben. „Da ist eine richtige Schicht drauf“,stellt Menna fest – mittlerweile in luftiger Höheim Reinigungskorb unterwegs mit einemRedakteur an Bord, der lieber Fragen stellt alsbeim Fensterputzen zu helfen.Um die Schmutzschicht runterzubekommen,verwenden Menna und seine Reinigungstruppespezielle Reinigungsmittel undOsmose-Wasser, das heißt Wasser ohne Kalkund Mineralien. „Das hinterlässt keine Rückständeund man kann leichter damit arbeiten“,erklärt der Reinigungsspezialist. „200Liter brauchen wir davon am Tag.“ Das Wasserwird in Kanistern angekarrt.Am Dienstag haben Menna und seine Mitarbeiter– er beschäftigt 50 in seiner Firma –mit dem Großreinemachen begonnen. Minimalfünf Reinigungstage sind angesetzt. Somitwerden mindestens 1000 Liter für dieweit über 2500 Fenster- und Glasflächen amelipsenförmigen Hochhaus benötigt.Was Menna jetzt schon sagen kann: „Nachso vielen Jahren ohne Pflege ist die Fassade ineinem äußerst gutem Zustand.“ Nichtsdestotrotzhaben Auswaschungen aus den Aluminiumrahmenan manchen Scheiben ihreSpuren hinterlassen. Mennas ehrgeizigesZiel: „Ich möchte den Hotelturm wiederzum Strahlen bringen“. Und er ist optimistisch:„Er wird glänzen.“

Die Höhe ist keine Herausforderung fürihn. Seine Firma hält auch die Fassade desnicht gerade niedrigen Euro-Center in derWörthstraße sauber. Wie wird die Reinigungauf dem Hotelturm bewerkstelligt? Auf demDach ist ein großer Kran fest installiert, andem ein drei Meter breiter Korb für die Gebäudereinigerherabgelassen wird. „Wir putzenvon oben nach unten“, erklärt Menna. Jeweilseine Reihe mit drei Fenster wird ineinem Aufwasch erledigt, dann geht’s einStockwerk tiefer. Sind die Gebäudereiniger imErdgeschoss angelangt, geht’s wieder hochund die Prozedur beginnt mit den nächstendrei Fenstern.

Von den Hebkränen auf dem Dach gibt eslaut Menna 349 auf der Welt – „vor allem aufden Wolkenkratzern in Dubai und New York,und jetzt auch in Würzburg“. Auf dem Headquartervon s.Oliver in Rottendorf, an demMennas Leute ebenfalls für Durchblick sorgen,steht auch einer.Maximal zwei Leute dürfen im Korb arbeiten.„Regenwetter ist kein Problem“, sagt derReinigungsspezialist. Im Gegenteil, das Regenwassersorge für ein willkommenes Einweichen.Wind dagegen ist gefährlich für dieMänner in luftiger Höhe. „Da brechen wirnotfalls ab“, sagt Menna. Bislang gab’s nochkeine wetterbedingten Korb-Schwankungenam Turm mit seinen 17 Stockwerken.Diesen werden Menna und seine Leuteauch reinigen, wenn der Betreiber Ghotel denTurm in Betrieb genommen hat. Müssen dieGäste dann so lange warten wie der Turm aufden ersten Fensterputz? Menna lacht. „Nein,wir rechnen damit, das Gebäude ein bis zweiMal im Jahr zu reinigen.“Damit stehen die Bedingungen gut für einstrahlend aussehendes Wahrzeichen, mitdessen Fertigstellung manch einer gar nichtmehr gerechnet hat. Dass das Gästehaus mitseinen 204 Zimmern und 600 QuadratmeternKonferenzbereich auch mit innerenWerten glänzen kann, dafür sorgt nicht zuletztBauleiterin Stefanie Schupp vom HamburgerGeneralplaner MPP (Meding Plan +Projekt GmbH). „Wir liegen voll im Zeitplan,80 Prozent der Zimmer sind bereits fertig eingerichtet“,erklärt die Architektin. Es herrschtHochbetrieb auf der Baustelle mit über 80Handwerkern. Am 15. November soll der Hotelturm– so die Information von Ghotel – eröffnet werden

321 Stufen, 150 Handwerke, 17 Geschosse11.07.2012 - Mainpost, Manuela Göbel

WÜRZBURG
Vom Dachdecker über Elektriker,Maler, Trockenbauer, Verputzer bis zumTischler: Rund 150 Handwerker arbeiten inden 17 Geschossen des Hotelturms parallel. Während in den obersten und untersten Geschossennoch an der Rohbaumontage gearbeitetwird, sind in der Turmmitte schonTeppiche verlegt und Möbel eingebaut. ImHerbst wird "Ghotel Hotel & Living" dasDrei-Sterne-Hotel in der Schweinfurter Straßemit 204 Zimmern und Suiten eröffnen.Bohrer brummen, Schweißfunken fliegen,es riecht nach Gummi, Farbe und Teppichkleber,Handwerker tragen Gipskarton-Plattenvorbei, legen Kabel aus und montierenSprinklerleitungen. Das Innere des Hochhausesgleicht einem Bienenstock, und StefanieSchupp ist die Königin. Mit ihrem permanentklingelnden Handy eilt die Architektinvon Stockwerk zu Stockwerk und nimmtsich Problem für Problem an."Diese Baustelle ist eine Herausforderung",sagt die Mitarbeiterin des HamburgerArchitekturbüros MPP (Meding Plan + ProjektGmbH). "Aber eine die Spaß macht." EinTeil der Herausforderung ist die Koordinationvon gut einem Dutzend gleichzeitig aufverschiedenen Ebenen arbeitenden Gewerken.Ein anderer ist die Höhe der Baustelle:Seitdem Kran und Außenaufzug abgebautsind, müssen alle Baumaterialien innen nachoben transportiert werden.

Wie beim Bau der Pyramiden
Größtenteils geschieht das über zwei, derdrei Aufzüge des Hochhauses. Doch manchmalsind diese überlastet, und so bleibt nurdie Treppe: 321 Stufen sind es vom Eingangbis aufs Dach. "Dass so auch die Pyramidengebaut wurden, haben wir schon öfter zu hörenbekommen", sagt die Architektin. Inzwischenhievt im Treppenhaus eine LastwindeZement-, Gips- und Putzsäcke nach oben.Zur weiteren Besonderheit bei der Fertigstellungdes Hotelturms gehört, dass die Fassadeder oberen bei den Stockwerke erst seit Februargeschlossen ist. Deshalb muss hier Zeitaufgeholt werden: Im Moment arbeitet manmit Hochdruck am Einbau der Sprinkler-,Elektro- und Klimatechnik. Auf der Terrasse in58 Metern - ein paar Meter niedriger als dieTurmspitze der Domtürme - bietet sich einwunderbarer Blick über die Stadt. Hier entstehenSuiten. Suiten werden auch in den Geschossen16 bis 12 eingerichtet, darunter folgendie Zimmer. Diese sind bereits in den klassischenGhotel-Farben Gelb und Grau gestrichen,auch die Teppiche liegen schon. Imachten Stock sind die Bäder fertig, vor der Glasfassade kann man sich auf breite Fenster bänke setzen, Schreibtische und Regale aus hellem Holz stehen in den Zimmern.

Mit Lounge, Lobby, Restaurant
Die linsenförrnige Ausbildung des Turmsgibt den Räumen unterschiedliche Formen.In der Südspitze sind die Suiten fast fertig.Dagegen ist das gegenüberliegende Endenoch im Rohbau: Hier war die Fassade ebenfallslänger geöffnet, da der Außenaufzug angebrachtwar. Der Konferenzbereich mit 600Quadratmetern entsteht im ersten und zweitenGeschoss. "Hier haben wir die Betondeckeausgesägt und die Tagungsbereiche miteiner eigenen Treppe verbunden", erzähltSchupp. So bekommen diese Räume einenautarken Zugang und zusätzlich eine attraktiveLounge. "Das ist für mich eines der Highlightsdes Gebäudes geworden."Bleibt noch das Erdgeschoss. Da der Turmvon oben nach unten ausgebaut wird, ist manhier am Boden noch beim Ausbau der Rohinstallation.Zwischen den jetzt noch rohen Betonwändesollen bis Herbst die Lobby, ein Restaurantmit 160 Plätzen und ein großer Fitness-und Wellnessbereich fertig werden.

Turmbau
Nach langem Streit über die Auswirkungenauf Stadtbild und Grundwasser und über dieSeriosität des Bauherrn wurde der Hotelturm2002 genehmigt. Die Arbeiten verliefen stockendund wurden eingestellt, als die Fassadebis in den 15. Stockwerk fertiggestellt war.Der Bauherr, die Euro-Gruppe, war insolvent.2005 kaufte die Würzburg Estate S.A. denTurm für 10,2 Millionen Euro, um ihn zu einemHotel fertig zu bauen.Die Hotelkette Ghotel wurde 2009 als Betreibergenannt. Der Termin zum Weiterbauverschob sich immer wieder. OB Georg Rosenthalwettete auf die Fertigstellung bis Ende2011. Doch es wurde Januar 2012, bis dergroße Baukran in der Schweinfurter Straßewieder aufgebaut wurde.

Rundumblick in zwei Suiten 50 Meter über Würzburg

HOTELNEUBAU - Die Ghotel-Gruppe realisiert in Würzburg ein400-Betten-Projekt am Rand des Stadtzentrums. Im Herbst soll das Hotelmit Konferenzräumen, Fitnesscenter und Restaurant eröffnet werden.

Würzburg - Atemberaubend istdie Aussicht aus 50 Metern Höheauf die Würzburger Altstadt, aufden Mönchberg-Park und dasHubland. In der SchweinfurterStraße strebt derzeit der 58 Meterhohe Hotelturm der Ghotelgruppeseiner Vollendung entgegen.Nach jahrelangen Verzögerungengeht es jetzt mit einemneuen Investor zügig voran. ImHerbst soll das neue 400-Betten-Hotel mit drei Sternen fertiggestellt sein. Dann stehen im 17.Stock zwei Suiten inklusiveDachterrasse zur Verfügung, dieden besagten einzigartigen Ausblickauf Würzburg bieten werden.

Bis dahin ist allerdings nocheiniges zu tun. Architektin StefanieSchupp, die Hamburgerinwechselt sich in einem mehrtägigenTurnus mit einem Kollegenin der Bauleitung ab, koordiniertdie Arbeiten von bis zu 120 Mitarbeiternverschiedenster Firmenauf der Großbaustelle. DerEingangsbereich ist gerade malim Rohbau fertig gestellt. Überallwird geschweißt und gehämmert,Baumaterial herantransportiert.Der Zeitplan ist ambitioniert,erklärt die Architektin.Und zeigt auf einen flachen, gläsernenAnbau. In dem soll einöffentlich zugängliches FitnessCenterentstehen.Im Hotelturm eröffnet ebenerdigim Herbst ein Restaurantseine Pforten. Die erste undzweite Etage werden von Konferenzräumenbelegt. In den 14weiteren Etagen werden über200 Zimmer - meist Doppelzimmer- zur Verfügung stehen.

Appartements in oberen Etagen
Am weitesten fortgeschrittensind die Arbeiten in den oberstenStockwerken. Da sind bereitsdie Maler unterwegs, Teppichewerden verlegt. In den Etagenganz oben sind nicht nur Zimmer,sondern auch kleine Appartementsvorgesehen. Für Leute,die sich etwas länger in Würzburgaufhalten wollen und einenschönen Ausblick auf die Stadtzu schätzen wissen.
Die technischen Gewerke arbeitensich derzeit von untennach oben vor. Eine auf Hochtourenlaufende Estrich-Pumpemuss das zähflüssige Materialfür die vielen Stockwerke nachoben pressen. Alles recht komplex,was Stefanie Schupp da zukoordinieren hat. Zumal die imGegensatz zum ersten Entwurfunterschiedlichen Planungenauch immer wieder neue statischeBerechnungen erforderlichmachen. Viele Arbeiten müssenda parallel laufen, damit derZeitplan auch eingehalten werdenkann. Wie gesagt, eine komplexeBaustelle.
Im 17. Stock liegen die Teppichebereits, im künftigen Eingangsbereich fehlt die zentraleStahltreppe derzeit noch. Aber:Überall ist zu erkennen, dass mitHochdruck an der Fertigstellungnoch in diesem Jahr gearbeitetwird.Perfekt präsentiert sich bereitsdie gläserne Außenfassadedes Hotelneubaus. Vor wenigenTagen konnte das bislang nochfehlende Logo der Hotelgruppeangebracht werden.Davon, dass es zügig vorangeht, konnten sich unlängst auchdie Mitglieder des Hauptausschussesdes Würzburger Stadtratesinklusive OB Georg Rosenthai(SPD) überzeugen. Sie allesind natürlich erleichtert, dassdie Hotelbaustelle bald Vergangenheitund Würzburg dafür umeine neue Attraktion reicher ist.

Hauptausschuss besichtigt Hotelturm in Schweinfurter Straße11.06.2012 Stadt Würzburg

Top-Aussicht: Architektin Stefanie Schupp und Geschäftsführer Harro Grimmer von der Hamburger Meding Plan + Projekt GmbH zeigten dem Hauptausschuss vor seiner jüngsten Sitzung die Baustellen-Fortschritte am Würzburger Hotelturm. Im Auftrag der Ghotel-Gruppe sind momentan bis zu 120 Arbeiter zeitgleich mit der Fertigstellung des Drei-Sterne-Hotels beschäftigt, das über 200 Zimmer fassen wird.Das Kuriose: Während in den obersten Stockwerken bereits Teppich verlegt wird und die Maler Hand anlegen, fehlt im Eingangsbereich noch eine zentrale Stahltreppe. Wo zur Eröffnung im Herbst Fitness-Laufband und Restaurant-Buffet Platz finden sollen, präsentiert sich die Baustelle heute noch als ungehobelter Rohbau und Zwischenlager für das noch benötigte Baumaterial.Auf etwa 55 Metern befindet sich das begehbare Rundum-Panorama (hier mit Blick Richtung Südosten auf den Mönchberg-Park und das Hubland). Bei dieser Höhe kann man sich vorstellen, welche Kraft die nun auf Hochtouren laufende Estrich-Pumpe haben muss, um das zähflüssige Material für Böden in 17 Stockwerken nach oben zu pressen.

Ein Kran zum Verglasen der FassadeMain-Echo - 06.01.2012

Hotelturm: Drei-Sterne-Haus soll nach sechs Jahren Baustopp im Sommer fertig werden

Würzburg. Auch wenn Würzburgs Oberbürgermeister Georg Rosenthal (SPD) seine Wette, der Hotelturm in der Schweinfurter Straße werde noch vor Jahresende 2011 eröffnet, verloren hat: Im und am 58 Meterhohen Rohbau wird seit zwei Monaten gearbeitet. In vier der 17 Stockwerke ist der Trockenbau bereits so gut wie abgeschlossen, »alle Wände stehen«, sagt Harro Grimmer, Prokurist der Hamburger »Meding Plan+ Projekt GmbH« (MPP), die den Fertigbau des Hotelturms im Auftrag der »Würzburg Estate S.A.« von Investor Karim Mawji betreut. Laut Grimmer handelt es sich »um die langweiligste Baustelle Würzburgs, weil von außen so gut wie nichts zu sehen ist«.

In den Niederlanden gelagert
Nur in den kommenden Wochen ist das anders: Seit Dienstag wird ein 70 Meter hoher Kran aufgebaut, der zum Anbringen der Fassadenverglasung in den oberen beiden Stockwerken und anschließend für Dachdeckerarbeiten gebraucht wird. Die eigens angefertigten Glasbausteine waren seid dem Baustopp vor mehr als sechs Jahren bei einer Firma in den Niederlanden gelagert und können noch verwendet werden.

Zwölf Millionen Euro
Die rund zwölf Millionen Euro teure Fertigstellung des Hotelturms soll möglichst bis Ende des Sommers abgeschlossen sein. Die Bonner G-Hotel-Gruppe will ihr Würzburger Drei-Sterne-Haus mit 204 Zimmern und Appartements, zwei Konferenzgeschossen (insgesamt 600 Quadratmeter), Restaurant und Fitness-Studio noch vor Jahresende eröffnen.Seine Wettschulden, unter anderem bei Rechtsanwalt Peter Auffermann und FDP-Stadtrat Karl Graf (wir berichteten) hat OB Rosenthal übrigens mittlerweile komplett beglichen.