ProjekteBüro Kühne + Nagel Firmensitz | Bremen

Direkt am Weserufer mit Blickbeziehung zum Bremer Dom ist der Stammsitz des Weltunternehmens Kühne+Nagel. Da das jetzige Gebäude aus aus den 1960er Jahren des Architekten Cäsar Pinnau zu klein wird, ist hier ein Büroneubau geplant.

Der Einzug ist für Beginn 2018 geplant.

Presseartikel

Kühne setzt sich neu in SzeneWeserkurier, 28.01.2016, von Jürgen Theiner

Die Altstadt erhält in den kommenden Jahren an der Wilhelm-Kaisen-Brücke ein neues städtebauliches Entrée. Bis 2019 errichtet der Logistik-Konzern Kühne+Nagel (K+N) im Einmündungsbereich der Martinistraße den Neubau seiner Bremer Niederlassung. Rund 26 Millionen Euro werden auf dem Grundstück in drei Abschnitten verbaut. 
Geplant ist, dass zunächst am Brückenkopf das künftige Hauptgebäude entstehen soll. Dieser erste Bauabschnitt wird mit seinen elf Geschossen fünf Meter höher als das Bestandsgebäude aus den 1960er-Jahren aufragen, nämlich 39 Meter. Nach der Fertigstellung sollen die Beschäftigten aus dem Altbau in das neue Gebäude umziehen. Ist dann der vorhandene Baukörper abgerissen, werden entlang der Martinistraße ein dreigeschossiger, transparenter Mittelbau und ein weiteres Bürogebäude entstehen.
 Der Gesamtkomplex mit der Bezeichnung August-Kühne-Haus soll ab 2019 rund 800 Beschäftigte von Kühne+Nagel in Bremen beherbergen. Aus gemieteten Büroflächen an der Martinistraße und einem Standort an der Hans-Böckler-Straße ziehen rund 250 Mitarbeiter in den Neubau. "Respektvoller Umgang" mit räumlicher Situation Der Neubau der Konzernniederlassung entsteht an einer städtebaulich exponierten Stelle. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts befand sich auf dem Areal die sogenannte Kapff’sche Burg, ein neugotisches Wohn- und Geschäftshaus direkt an der damaligen Lüderitz-Brücke. Es markierte die Verlängerung der Wachtstraße zur Weser hin. Diese Lage greift der Neubauentwurf des Hamburger Architektenbüros „MPP Meding Plan + Projekt“ auf. Auf Höhe der Wachtstraße soll der niedrige, passagenartige Mittelteil des künftigen Gebäude-Ensembles die alte Sichtbeziehung in Richtung Marktplatz andeuten. Senatsbaudirektorin Iris Reuther attestierte dem Entwurf auch aus diesem Grund einen „respektvollen Umgang“ mit der räumlichen Situation am Rande der Altstadt. Die Maßstäblichkeit gegenüber der umgebenden Bebauung bleibe gewahrt. Baubeginn vielleicht noch in diesem Jahr Statt einer Glas-/Stahl-Optik soll es eine beige-graue Betonfassade geben, eingefärbt mit Wesersandstein-Mehl. Dadurch werde das Gebäude besser mit seiner Umgebung harmonieren, so Skalecki. Auch Jens Tittmann sprach von einem „tollen und wertvollen Entwurf“ als Ergebnis der Beratungen im Gestaltungsgremium. Mit den Arbeiten für den Neubau soll nach den Vorstellungen des Unternehmens noch im laufenden Jahr begonnen werden. Den Bauantrag hat Kühne+Nagel bereits eingereicht. Der Logistiker wird nach der Fertigstellung an der Martinistraße rund 11.000 Quadratmeter Bürofläche zur Verfügung haben und damit nach den Worten von Regionalchef Bielang „für künftiges Wachstum gerüstet sein“.

Kühne und Nagel investiert 26 Millionen in neues GebäudeKreiszeitung, 29.01.2016, von Jörg Esser

Der Logistikriese Kühne und Nagel investiert 26 Millionen Euro in einen Neubau seines Stammhauses am jetzigen Standort an der Ecke Wilhelm-Kaisen-Brücke/Martinistraße in Bremen. Und die Zeitvorgabe ist ehrgeizig. Ein elfgeschossiger Neubau, dann der Abriss des alten Gebäudes, dann noch der Neubau eines Staffelgeschosses – und das alles bis Mitte 2019. „Das ist machbar“, sagt Architekt Jan-Oliver Meding aus Hamburg. Es ist ein sensibler Standort an einer historischen Achse. An der Stadtkante. „Das Baugrundstück liegt am äußeren Ende der Pufferzone zum Weltkulturerbe“, sagt Landesdenkmalpfleger Prof. Dr. Georg Skalecki. Es fallen Stichworte wie „Umgebungsschutz“ und „virtuelle Integrität“. Senatsbaudirektorin Prof. Dr. Iris Reuther sagt, es entstehe eine „städtebauliche Figur, die Maßstäblichkeit aufgreift“. Und sie spricht von einem „respektvollen Umgang mit der Silhouette“. Nun denn. Bremens Antlitz am Tor zur Innenstadt wird sich jedenfalls verändern. Nicht nur optisch. Auch die Straßenführung wird geändert. Die freie Rechtsabbiegerspur von der Martinistraße auf die Kaisen-Brücke fällt weg. Kühne und Nagel braucht nämlich mehr Platz. Und kauft der Stadt ein 971 Quadratmeter großes Areal an der Brückenkante ab – für rund eine Millionen Euro. Macht etwa 1000 Euro pro Quadratmeter. „Das Grundstück wird nicht verramscht“, wehrt sich Jens Tittmann, Sprecher des Bausenators, gegen Vorwürfe, das Grundstück werde unter Wert verkauft. Das Areal sei schließlich keinesfalls baureif. Dafür muss das Logistikunternehmen selbst sorgen. Es muss für alle Folgekosten aufkommen. Und es zahlt für den Umbau der Kreuzung. Außerdem habe Bremen großes Interesse daran, Kühne und Nagel am Standort zu halten. „Wir hätten an anderen Standorten günstiger bauen können“, sagt Uwe Bielang, Regionalleiter für Norddeutschland bei Kühne und Nagel. „Aber in diesem Standort stecken viele Emotionen.“ Die Unternehmensgeschichte an dem Standort reicht bis 1909 zurück. Das jetzige Firmengebäude wurde unter Regie des renommierten Hamburger Architekten Cäsar Pinnau 1962 fertiggestellt und wurde 1970 um drei Etagen aufgestockt. Seit einem Jahr wird intensiv am Neubau geplant. „Wir haben massiven Platzbedarf“, sagt Bielang. Die K-und-N-Gruppe, zu der auch das Logistikunternehmen Stute zählt, beschäftigt in Bremen rund 1500 Mitarbeiter. Einen Architektenwettbewerb hat es nicht gegeben. Dafür ein hochrangiges Gestaltungsgremium. Das habe sich in zehn Monaten mit 16 Varianten und Entwicklungsstufen dem Ergebnis genähert, sagt Architekt Meding. Entstehen soll ein elfgeschossiger Neubau mit drei unterschiedlich hohen Baukörpern und 11500 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. Der höchste Turm des nach dem Firmengründer benannten August-Kühne-Hauses soll 39 Meter hoch werden – fünf Meter höher als das bisherige Gebäude. Der Neubau soll zur Weserseite hin offen sein – geplant sind im Erdgeschoss zwei Arkaden und ein Café. Oben drauf sind Konferenzräume und eine Dachterrasse. Die Fassade werde mit einer Art Wesersandstein (Grau-beiger Ton) erbaut und bewegt dargestellt. „Das zeigt Dynamik“, sagt Meding. Und weiter: „Der Neubau wirkt schlank.“ Das Gebäude spiele mit der Höhe. „Es treppt sich zum Fluss hin ab.“ Einen Antrag auf Baugenehmigung hat Kühne und Nagel unlängst gestellt. Der durchläuft die Gremien. Geht alles glatt, sollen die Bauarbeiten in diesem Jahr beginnen, sagt Meding. Im ersten Bauabschnitt soll dann der Gebäudetrakt an der Brücke mit dem 39 Meter hohen Turm bis Ende 2017 hochgezogen werden. Es folgen der Abriss des jetzigen Gebäudes und der Neubau der Sockelbauten.