ProjekteKultur Katholische Akademie | Hamburg

Das Bestandsgebäude der Katholischen Akademie wurde in den 1970er Jahren als Stahlbetonbau unmittelbar an der katholischen St. Ansgar-Kirche, im Hamburger Zentrum erbaut und seither kaum verändert. Im Innenbereich sind Sechsecke ein beständig wiederkehrendes Element: Säulen, Fliesen, Decken und Raumanordnung sind dieser Form unterworfen und spiegeln noch heute den damaligen Zeitgeist wider.

Da der bauliche Bestand nicht mehr dem heutigen Anforderungsprofil an eine moderne Akademienutzung standhalten kann, wurde MPP mit der Erstellung und Umsetzung einer Planung zum Umbau des auf der Liste der denkmalwürdigen Gebäude stehenden Gebäudes beauftragt.

In enger Abstimmung mit dem Amt für Denkmalschutz und dem Nutzer wird hier ein Konzept erarbeitet, welches zu einer nachhaltigen Steigerung der Raumqualitäten nach heutigem Standard führt.

Die Hauptidee der Umbauplanung bestand darin, Licht in das bisher sehr dunkle Gebäude zu bringen. So wurde ein Teil des  großen, ursprünglich direkt an den kleinen Michel angebauten Foyers abgerissen. Damit konnte die Kirche wieder freigestellt werden, ein Innenhof geschaffen und das verbleibende Foyer natürlich belichtet werden.

Um die Nutzungsqualitäten als Veranstaltungsort zu steigern, wurden zum einen in das bestehende Audimax ein steigendes Gestühl mit 311 Sitzplätzen eingebaut, zum anderen erfolgte eine Aufstockung mit weiteren Seminarräumen auf dem Dach zum Herrengraben.

Presseartikel

Sechs Millionen Euro für Umbau der Katholischen AkademieHamburger Abendblatt vom 30.04.2014 

Denkmalgeschützter 70er-Jahre-Bau wird am 6. Mai neu eröffnet. Weil das1973 errichtete Gebäude am Herrengraben unter Denkmalschutz steht, musstengrundlegende Auflagen berücksichtigt werden.

 

Hamburg. Ein neues Auditorium mit rund 300 Plätzen und Seminarräume überden Dächern der Stadt – so präsentiert sich die Katholische Akademie nachumfangreicher Sanierung. Noch laufen die letzten Handwerkerarbeiten, damit derAbschluss des sechs Millionen Euro teuren Umbaus pünktlich am 6. Mai gefeiertwerden kann.

Mit dem Umbau hatte das Erzbistum Hamburg das Architekturbüro Meding Plan +Projekt beauftragt. Weil das 1973 errichtete Gebäude am Herrengraben unter Denkmalschutz steht, mussten grundlegende Auflagenberücksichtigt werden. Nun überzeugt die Akademie mit einem hellen, einladendenFoyer und einem Auditorium mit aufsteigendem Gestühl. Die bisherige Kapellewurde durch einen Andachtsraum ersetzt; jährlich werden Künstler beauftragt, diesenSakralraum neu zu gestalten. In diesem Jahr übernimmt Lea Kuhl, Absolventin derKunstakademie Düsseldorf, diese Aufgabe. Zu weiteren Veränderungen gehören eingroßzügiger Eingangsbereich und die energetische Fassadensanierung.

Diözesanadministrator Ansgar Thim würdigte die Katholische Akademie als Ortder Begegnung und des Dialogs in der Weltstadt Hamburg. In dem Gebäude, dasjährlich von rund 10.000 Gästen besucht wird, haben neben der Akademie auch derKatholische Schulverband und das Institut für Theologie und Frieden ihren Sitz.Insgesamt sind dort 60 Mitarbeiter beschäftigt.

WieAkademiedirektor Stephan Loos sagt, sind künftig neben den bisherigenöffentlichen Veranstaltungsformaten auch Hintergrundgespräche für den diskretenund eher nachdenklichen Diskurs geplant. Die Festwoche zur feierlichenWiedereröffnung umfasst Vorträge zum Thema "Kirche und Krieg" (7.Mai)sowie eine Mittagstischlesung (8.Mai) mit Weihbischof Hans-Jochen Jaschke."Mit der neuen Akademie findet der Dialog zwischen Kirche undÖffentlichkeit eine neue Heimat", betont Ansgar Thim.

Autor: Edgar S. Hasse