Pressemeldungen

Verkehrsader für neues Luxus-Hotel

Am Neubau des kurzen Rathausweges wird mit Hochdruck gearbeitet. Er wird die Verkehrsader des neuen Luxus-Hotels sein.

Von LUTZ WERNER

Kühlungsbom. Die Botschaft, die Vorarbeiter Werner Mendrina von der Firma Brünnich gestern Vormittag auf der Baustelle verkündete, klang gut: „Die Vollsperrung der Ostseeallee zwischen dem Rathaus und dem neuen Hotel werden wir wohl nur gut zwei Wochen benötigen. Dann kann der Durchgangsverkehr wieder rollen“, verkündete er. Angekündigt wurde – mit Beginn vorgestern – im Vorfeld der Bauarbeiten in der Einmündung des Rathausweges in die Ostseeallee eine Sperrzeit von vollen vier Wochen. „Wir arbeiten jetzt mit Hochdruck daran, die neue Einmündung zu bauen, damit der Verkehr wieder fließen kann. In ein paar Tagen rücken unsere Kollegen von der Firma Schimming an. Sie führen die Pflasterarbeiten aus. Dann müssen natürlich die Fugen noch aushärten und das Wetter muss weiter gut mitspielen“, erklärte der Brünnich-Vorarbeiter. Der Rathausweg ist auf der kurzen, gut 100 Meter breiten Strecke zwischen Ostseeallee und Stadtwald eine breite Stichstraße zwischen dem neuen Hotel auf der einen und der Kita „Bummi“ und dem Rathaus auf der anderen. Ab Stadtwaldgrenze wird er zum Rad- und Gehweg Richtung Dünenstraße. Die kurze Strecke vor der Waldkante wird seit Beginn dieses Monats großzügig ausgebaut: Mit einer sechs Meter breiten Fahrbahn mit Wendehammer, die im Bereich der Einmündung in die Ostseeallee mit Granitsteinen gepflastert wird, dahinter gibt es einen Asphaltbelag. Zehn Parkplätze sind am Rand derStraße vorgesehen. Der Straßenneubau wird die Verkehrsader für den Hotel-Neubau sein: mit Zufahrt zur Tiefgarage und dem Lieferanten-Verkehr. Auf der Seite von Kita und Rathaus wird es einen 1,30 Meter breiten, mit Granitplatten gepflasterten Gehweg geben. Neun neue Bäume werden als Ersatz für die drei gefällten zwischen Straße und Gehweg gepflanzt. Und die geschwindigkeitsmindernde Schwelle in der Einmündung in die Ostseeallee wird es dort nicht mehr geben. Sie rückt ein paar Meter weiter Richtung Rathaus. „Der Unterbau ist – bis auf die Einmündung, wo wir jetzt arbeiten – fertig, die Straßenentwässerung ist eingebaut, die Borde wurden fast alle gesetzt“, beschrieb Mendrina gestern den Stand der Dinge. Die Arbeiten an der kurzen Stichstraße begannen Anfang dieses Monats und sollen Ende November ab. geschlossen sein. „Die anderen Stichstraßen Richtung Stadtwald haben wir schon vor Jahren neu ausgebaut. Der Rathausweg ist der Nachzügler. Weil der Neubau dieser Straße natürlich vor dem Abriss der alten Krankenhaus-Ruine und dem Neubau des Hotels keinen Sinn machte. Jetzt stellt sich die Situation völlig anders dar“, erklärt Wolfgang Stange, der Leiter des Bauamtes im Kühlungsborner Rathaus. Für diesen kurzen, aber verkehrstechnisch sehr wichtigen Straßenneubau in Kühlungsborns neuer Mitte, wie so mancher mittlerweile den Dreiklang aus Kurhaus-Hotel, Rathaus und Haus des Gastes bezeichnet, gab es noch einmal eine kräftige Förderung aus dem Städtebauförderprogramm des Landes. 277.000 Euro kostet der aufwendige Neubau von rund 100 Metern Rathausweg insgesamt, 193.000 Euro davon sind Fördermittel.

Immobilien Zeitung - 27.10.2010