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Sechs Millionen Euro für Umbau der Katholischen Akademie

Denkmalgeschützter 70er-Jahre-Bau wird am 6. Mai neu eröffnet. Weil das1973 errichtete Gebäude am Herrengraben unter Denkmalschutz steht, musstengrundlegende Auflagen berücksichtigt werden.

 

Hamburg. Ein neues Auditorium mit rund 300 Plätzen und Seminarräume überden Dächern der Stadt – so präsentiert sich die Katholische Akademie nachumfangreicher Sanierung. Noch laufen die letzten Handwerkerarbeiten, damit derAbschluss des sechs Millionen Euro teuren Umbaus pünktlich am 6. Mai gefeiertwerden kann.

Mit dem Umbau hatte das Erzbistum Hamburg das Architekturbüro Meding Plan +Projekt beauftragt. Weil das 1973 errichtete Gebäude am Herrengraben unter Denkmalschutz steht, mussten grundlegende Auflagenberücksichtigt werden. Nun überzeugt die Akademie mit einem hellen, einladendenFoyer und einem Auditorium mit aufsteigendem Gestühl. Die bisherige Kapellewurde durch einen Andachtsraum ersetzt; jährlich werden Künstler beauftragt, diesenSakralraum neu zu gestalten. In diesem Jahr übernimmt Lea Kuhl, Absolventin derKunstakademie Düsseldorf, diese Aufgabe. Zu weiteren Veränderungen gehören eingroßzügiger Eingangsbereich und die energetische Fassadensanierung.

Diözesanadministrator Ansgar Thim würdigte die Katholische Akademie als Ortder Begegnung und des Dialogs in der Weltstadt Hamburg. In dem Gebäude, dasjährlich von rund 10.000 Gästen besucht wird, haben neben der Akademie auch derKatholische Schulverband und das Institut für Theologie und Frieden ihren Sitz.Insgesamt sind dort 60 Mitarbeiter beschäftigt.

WieAkademiedirektor Stephan Loos sagt, sind künftig neben den bisherigenöffentlichen Veranstaltungsformaten auch Hintergrundgespräche für den diskretenund eher nachdenklichen Diskurs geplant. Die Festwoche zur feierlichenWiedereröffnung umfasst Vorträge zum Thema „Kirche und Krieg“ (7.Mai)sowie eine Mittagstischlesung (8.Mai) mit Weihbischof Hans-Jochen Jaschke.“Mit der neuen Akademie findet der Dialog zwischen Kirche undÖffentlichkeit eine neue Heimat“, betont Ansgar Thim.

Autor: Edgar S. Hasse

Hamburger Abendblatt vom 30.04.2014