Pressemeldungen

NordPort-Tower – ein Fels in der Krise

Nicht nur das Norderstedter Gewerbegebiet profitiert von Nordgate. Die Vermarktungs-Offensive wird auch für die anderen Mitglieder der Initiative zum Erfolgsmodell.

Die Orte an der A7 zwischen Norderstedt und Neumünster haben vor einem Jahr ein Erfolgsmodell gestartet. Die Wirtschaftsregion Nordgate hat in Fachkreisen so viel Aufmerksamkeit erregt, dass auch andere Regionen in Deutschland nacheifern wollen. Die gemeinsame Vermarktung von Gewerbeflächen hat die Erwartungen der beteiligten Orte (Norderstedt, Quickborn, Henstedt-Ulzburg, Kaltenkirchen, Bad Bramstedt Neumünster) übertroffen.

Profitiert von dem Modell hat auch das Norderstedter Vorzeige-Gewerbegebiet Nordport. Die allgegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise lässt vielerorts die Lichter ausgehen. Auch am ersten Norderstedter Nordport Tower (Niendorfer Straße) wurde jetzt symbolisch das markante Blau-Licht abgeschaltet, das den Büroturm, wie berichtet, illuminiert hatte. Dies aber ist ein positives Signal: Der Nordport Tower ist ein Leuchtturm für ein prosperierendes Gewerbegebiet.

Wie Vermarkter Matthias Gipp vom „team situs“ erläuterte, ist der erste Büroturm nunmehr zu 100 Prozent vermietet. Zum 1. Mai bezieht das Unternehmen „Neopost“, das bis dato am Kösliner Weg in Norderstedt ansässig ist, die letzten noch freien Flächen. Fest steht auch längst, dass der gelbe Turm einen blauen Zwilling bekommt. Die Bauarbeiten dafür werden am 2. April feierlich gestartet. „Drei der sieben Geschosse im zweiten Turm sind bereits fest vergeben,“ freut sich Gipp. Das neue Quartier als künftiges Südportal der Stadt Norderstedt nimmt also weiter Gestalt an. Und die Planer wie Gipp denken längst weiter: „Ich könnte mir sogar vorstellen, dass langfristig ein dritter Turm entsteht.“ Der Vermarkter glaubt, vor allem auch wegen der unmittelbaren Flughafen-Nähe, an einen idealen Standort für ein Kongresszentrum. Was Gipp zudem vorschwebt, ist ein „Business-Bistro“, um Menschen aus den Türmen hochwertig zu verköstigen. Steht der zweite Turm, wird ein Landschaftsarchitekt das Umfeld der Nordport Towers attraktiv und abwechslungsreich gestalten.

Nordport und Nordgate scheinen zu einer beispiellosen Erfolgsgeschichte zu werden. Der eine profitiert vom anderen – und umgekehrt. „Unsere Erwartungen wurden übertroffen“, sagt Marc-Mario Bertermann, Geschäftsführer der städtischen Entwicklungsgesellschaft Norderstedt (EgNo), der beide Projekte im Auge hat. Innerhalb eines knappen Jahres haben sich auf Grund des gemeinsamen Werbeauftritts von Nordgate ein Dutzend Firmen in der Region angesiedelt – darunter auch auf dem Nordport-Gelände. Kaltenkirchens Bürgermeister Stefan Sünwoldt berichtet sogar von rund 100 Anfragen interessierter Firmen. Die beteiligten Orte handeln nach einem Kodex, der von allen streng befolgt wird: Meldet sich bei einem der Orte ein Interessant, so werden ihm Angebote aus allen sechs beteiligten Orten unterbreitet. Es erfordert also schon einiges an Selbstlosigkeit, um über den Tellerrand zu blicken und nicht nur das Interesse des eigenen Ortes im Auge zu haben. Norderstedts Überbürgermeister Hans-Joachim Grote sieht es so: „Norderstedt partizipiert auch von einer Ansiedlung in anderen Orten, denn die Arbeitnehmer kaufen ja auch hier ein.“ Auch nach einem Jahr sagt Grote „uneingeschränkt ja“ zu Nordgate.

Bad Bramstedts Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach weiß, dass die Möglichkeiten seiner Stadt begrenzt sind, Unternehmen aufmerksam zu machen. „Jetzt ist das Interesse wesentlich größer geworden. Wir haben eine neue Kultur der Zusammenarbeit geschaffen, früher hat jeder gegen jeden gearbeitet.“ So sehen es auch Henstedt-Ulzburgs Bürgermeister Volker Dornquast und Neumünsters Oberbürgermeister Hartmut Unterlehberg. „ Wir erreichen eine Aufmerksamkeit, die fast erdrückend ist“, sagt der Neumünsterander.

Norderstedter Zeitung 17. März 2009