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Allzeithoch am Hotelmarkt

Der Hotelmarkt von Frankfurt kann für 2011 einen Rekord vorweisen: Rund 6,4 Mio. Übernachtungen waren mehr als je zuvor. Gegenüber dem Vorjahr wurde laut Wirtschaftsdezernent Markus Frank beim Übernachtungsaufkommen ein Plus von 5,23% erzielt. Auch für 2012 zeigt sich Frank für den Hotelmarkt optimistisch.

Die Zahl der deutschen Gäste steigerte sich um 5,01% auf etwa 2,2 Mio. Gäste mit rund 3,6 Mio. Übernachtungen. Thomas Feda, Geschäftsführer der Frankfurter Tourismus+ Congress GmbH (TCF), sieht sich darin bestätigt, verstärkt auf dem nationalen Markt bei Privatreisenden zu werben. Nationale Städtereisen lägen derzeit im Trend. Der Anteil der inländischen Gäste am Gesamtgästeaufkommen nimmt seit Jahren zu. Ihre durchschnittliche Verweildauer in Frankfurt betrug im vergangenen Jahr 1,63 Tage.

Gästezuwachs kommt auch aus dem Ausland

Für das positive Jahresergebnis sorgten aber unter anderem auch die ausländischen Gäste, deren Übernachtungszahl sich um 4,2% auf ca. 2,8 Mio. erhöht hat und damit ebenfalls auf Rekordniveau liegt (Verweildauer: 1,67 Tage). Die meisten Übernachtungen buchten dabei die USA (414.380 Nächte, -0,81%), gefolgt von den Briten (240.824 Übernachtungen, +5,4%) Besonders legten 2011 aber die Chinesen zu, die die Gästezahl um stolze 14,68% auf 91.109 Gäste steigerten und die Zahl ihrer Übernachtungen um 14,47% auf 148.174. Laut Feda werden weitere Steigerungen aus dem chinesischen Markt erwartet. Auch aus dem Wachstumsmarkt Russland kamen 2011 mit 34.344 Gästen mehr als je zuvor.

Zugelegt hat auch das Frankfurter Hotelangebot. Die Zahl der Hotelbetriebe stieg gegenüber 2010 um zehn Hotels auf 239 Betriebe mit insgesamt über 38.000 Betten. Frankfurts Wirtschaftsdezernent Frank nennt eine durchschnittliche Zimmerauslastung von 65% als Beleg für die hohe Nachfrage nach Übernachtungen in Frankfurt. Die Tourismusbranche erziele in der Stadt einen Bruttogesamtumsatz von knapp 4 Mrd. Euro.

Für 2012 rechnen Frank und Feda damit, dass die Zahl der Übernachtungen stabil bleibt, und begründen dies mit den Zuwächsen in den Märkten Chinas und Russlands. Zudem werde die Stadt immer reicher an Touristenattraktionen, etwa durch die Rekonstruktion historischer Gebäude auf dem DomRömer-Areal.

Auch in diesem Jahr sind mit dem Dormero-Hotel im Europaviertel und dem Meininger-Hotel in Gateway Gardens wieder neue Hotels auf den hart umkämpften Frankfurter Markt gekommen. Für die Zukunft sind neue Hotelprojekte in Planung. Groß & Partner könnte sich z.B. ein Hotel an der Grusonstraße 4 in der Nähe des EZBNeubaus im Frankfurter Ostend vorstellen. Fay und OFB planen ein Hotel auf dem früheren Gelände des Bundesrechnungshofs an der Berliner Straße 51, über dessen Neuentwicklung allerdings derzeit noch mit dem Denkmalschutz gestritten wird.

Immobilien-Zeitung - 10.03.2012